Millstatt und seine Kultur

Fastentuch in der Stiftskirche Millstatt
Fastentuch in der Stiftskirche Millstatt

700 Jahre Frömmigkeit - waren das Geschenk der bayrischen Pfalzgrafen Aribo und Poto an das mittelalterliche MILLSTATT. Sie stifteten um 1070 das weltbekannte Benediktinerkloster, eines der schönsten Beispiele der Romanik in Europa. Getreu nach ihrem Ordensmotto "ora et labora" hinterließen die Benediktinermönche neben architektonischen Kunstschätzen, einmalige Zeugnisse mittelalterlicher Manuskriptkunst. Die "Millstätter Genesis" gilt als die älteste deutschsprachige Dichtung Österreichs, ihre kolorierten Federzeichnungen sind Paradebeispiel mittelalterlicher Kunstvollkommenheit. Der älteste Mönchsorden des Westens wachte hier bis zu seiner Ablösung durch den St.Georgs-Ritterorden im Jahre 1469 über geistliches und weltliches Wohl. Durch Türkennot und Reformation führten die kämpferischen St.Georgsritter bis 1589 eine Klostertradition fort, die von Jesuitenpatres weitergetragen wurde, 1773, nach Beendigung der ungeliebten Jesuitenherrschaft, wurde es still um MILLSTATT, das erst mit dem aufblühenden Tourismus wieder zu Ehren kam.