1000jährige Linde
dieses Wahrzeichen im Stift von Millstatt ist eine ehemalige Gerichtslinde.
Hinter dem Lindenhof stand um 1880 eine Brauerei. Im ehemaligen Bräuhof befindet sich heute eines der berühmten Wahrzeichen von Millstatt, die 1000jährige Linde.
Dieser Ort galt als der gemütlichste Platz in Millstatt. Im Sommer widmete man sich hier dem Kegelsport, im Winter wurde eine Eisbahn angelegt.
Das Bierbrauen wurde 1901 eingestellt, die alte Linde blieb stehen. Sie spielte auch in der Geschichte eine interessante Rolle. In einer Urkunde vom 27. April 1269 wird eine Gerichtssitzung unter den Bäumen vor dem Kloster - eben den uralten Linden - erwähnt.
Nach einem Brand wurde die 1000jährige Linde 1984 durch einen Baumchirurgen vor dem Zerfall gerettet. Schon einige Jahrzehnte davor waren schwere Äste und Hohlräume im Stamm mit Eisenklammern und Beton gestützt und gefestigt worden. Doch das weitere Absterben des Baumes konnte damit nicht verhindert werden. Daher griff man zu einer neueren "Operations-Methode". Baumteile wurden mit einem Wundbalsam bestrichen und mit einem Kunststoffmantel überdeckt.
So hofft man, dass die 1000jährige Linde der Nachwelt erhalten bleibt.
Villenweg
eine Wanderung durch Millstatt auf eigene Faust: Er zeigt Ihnen eine Route entlang 20 Villen aus der Zeit, als viele Adelige aus dem Kaiserreich Österreich hier ihren Sommersitz erbauen ließen. Diese Villen aus der Gründerzeit prägen heute das Ortsbild von Millstatt.
Eine Broschüre mit den gekennzeichneten Villen ist gratis im Tourismusbüro Millstatt erhältlich.
Das Millstätter Fastentuch
12 Szenen aus dem Alten Testament 29 Szenen aus dem Neuen Testament gemalt von Oswalt KREUSEL anno 1593
Für jedermann frei zugänglich hängt das noch immer im liturgischen Gebrauch stehende Tuch während der vorösterlichen Fastenzeit in der römisch katholischen Pfarrkirche von Millstatt. Als ideale Ergänzung zur Besichtigung bietet sich eine wunderschön aufbereitete Bilddokumentation an:
Das Millstätter Fastentuch 12 Szenen aus dem Alten Testament und 29 Szenen aus dem Neuen Testament gemalt von Oswalt Kreusel anno 1593 fotografiert, eingeleitet und mit Bibeltexten versehen, von Axel Huber. Dieses Buch, im Format von 23 x 24 cm, mit 96 Seiten und 42 ganzseitigen Farbtafeln ist 1987 in Klagenfurt erschienen (ISBN 3 85366 5268). Es kann im Pfarramt Millstatt und im Tourismusbüro Millstatt zum Preis von € 10,- erworben werden.
Anlässlich des Symposiums: 400 Jahre Millstätter Fastentuch, am 4. April 1993, hat die Marktgemeinde Millstatt einen Tagungsbericht herausgebracht. Von diesem sind noch einige wenige Exemplare lieferbar.
E-Mail - Adresse des Autors: villa.seegarten@netway.at.
