Pfarrkirche Obermillstatt
Die Pfarrkirche ist dem hl. Johannes dem Täufer geweiht. Seit 1787 ist Obermillstatt eine eigene Pfarre. Bei dem Bau handelt es sich um eine schlichte Saalkirche des 17. Jhts. mit weitaus älterem Mauernbestand. Das Langhaus hat querhausartige Anbauten im Norden und Süden. Südlich ragt ein mächtiger Turm mit Zwiebelhaube empor. Innen befindet sich ein bemerkenswerter Hochaltar aus dem 1. Viertel des 18. Jhts, bestehend aus einem 3-teiligen Wandausbau mit vorgeblendeten Säulen und Opfergangsportalen. Das Mittelbild zeigt die Taufe Christi, das Aufsatzbild die Hl. Dreifaltigkeit. Seitliche Figuren zeigen den hl. Franz Xaver und den hl. Ignatius von Loyola. Zwei weitere Schnitzfiguren des Hochaltares sind der hl. Johannes Nepomuk und der hl. Florian auf der Orgelempore.
Muttergottes mit Kind (um 1700) und eine Herz-Jesu-Figur. An der Triumphbogenwand sieht man die Konsolfiguren aus der 1. Hälfte des 19. Jhts.
Der Altar in der rechten Seitenkapelle (Mitte 18. Jht.) mit dem ehemaligen Hauptaltar-tabernakel und der Johannesschüssel (16. Jht.).
Der Kreuzigungsaltar an der linken Seitenkapelle (Bezeichnung 1686) zeigt die Kreuzigung, seitlich stehen jeweils bemerkenswerte Schnitzfiguren des hl. Sebastian und des hl. Rochus im Aufsatzbild des Altars Gottvater.
Der spätgotische Taufstein mit kleiner barocker Schnitzgruppe zeigt die Taufe Christi. Außerdem sind zwei Gemälde mit Darstellungen der 14 Nothelfer von Bartholomäus Klinkh (Mitte des 18. Jhts.) zu finden.